LVBS-Frühlingsfest am Sonnabend, 18. April 2026 in die Kulturhauptstadt Chemnitz von 2025
Was ist geblieben von der Kulturhauptstadt 2025?
Nachdem der Regionalverband Chemnitz das Frühlingsfest 2023 in der Bergstadt Freiberg hat stattfinden lassen, fand es nun entsprechend obigem Motto wieder direkt in der Stadt Chemnitz statt. Die Auswahl der Aktivitäten fiel den Organisatoren nicht leicht, denn tatsächlich ist einiges aus dem vergangenen Jahr geblieben.
Wir entschieden uns für eine Führung durch die Villa Esche, einen Stadtrundgang und das Mittagessen hoch oben über der Stadt. Somit bot sich auch die Möglichkeit, am Nachmittag auf dem Rückweg zum Parkplatz einen Blick in die Hartmannfabrik, dem Informationszentrum der Kuha, zu werfen.

Die Villa Esche versteht sich als ein Gesamtkunstwerk von Architektur, Interieur und Park. Sie war vom belgischen Architekten Henry van de Velde in den Jahren 1902/1903 für die Familie des Chemnitzer Textilunternehmers/Strumpffabrikanten Herbert Eugen Esche als Jugendstilvilla erbaut worden. In 90 Minuten sollten wir viel sowohl über diese Villa als auch den Architekten und die Familie Esche erfahren. Unsere Führerin durch die Villa hatte unendlich viel Interessantes zu erzählen und zu zeigen, sodass wir die „Doppelstunde“ großzügig überzogen. Wir erfuhren auch, wofür die Villa Esche in der Gegenwart für die Öffentlichkeit genutzt werden kann. Ein Blick auf die Homepage der Villa Esche lohnt sich, man findet sicher eine interessante Veranstaltung.
Von dort aus ging es dann mit Bahn und Bus ins Schlossviertel von Chemnitz zum Mittagessen im Restaurant „Miramar“, wo die andere Gruppe schon auf uns wartete.
Diese Gruppe hatte sich unter Führung von Wieland Roscher, einem im Chemnitzer Geschichtsverein aktiven ehemaligen Lehrer, zu historischen Gebäuden der Stadt begeben. Bei bestem Wetter startete der Rundgang mit ausführlichen Informationen zum Schaffen von Richard Hartmann an dessen gleichnamiger Fabrik und dem, was von seinen riesigen Produktionsstätten noch zu erahnen ist. Vorbei am ehemaligen Pionierhaus (Hartmann-Villa) wurde der Kaßberg mit zahlreichen Kirchen, Gefängnis und Gericht durchquert. Am Standort der ehemaligen Synagoge vis-à-vis der ehemaligen Oberpostdirektion vorbei führte der Weg zur Zwickauer Straße, wo das Metropol-Theater noch an den früheren Glanz der Industriestadt erinnert. Der Vergleich von früher und heute durch historische Bilder verdeutlichte dies mehrfach. Über Rosenhof, Markt mit Altem Rathaus, Straße der Nationen, Brückenstraße mit „Nischel", Promenadenstraße am Schlossteich führte der Weg zur Gaststätte, wo kurze Zeit später die andere Gruppe die Gesellschaft wieder komplettierte.
Wieder, wie bereits 2018, konnten wir gemütlich im Freien sitzend bei vielen Gesprächen ein leckeres Mittagessen genießen.













